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Ein Zeugnis der Gnade Gottes
Ich bin Heidi Schinwald, komme aus Straßwalchen und darf dem Herrn die Ehre und meinen Dank geben über sein großes Wirken an mir.

Begonnen hat das Ganze im Oktober 2018. Die Diagnose, dass ein hochgradiger Knochenkrebs mein linkes Bein befallen hat, erhielt ich einige Tage vor Weihnachten. Viele Gedanken schossen mir durch den Kopf.
Nachdem ich mich wieder gefasst hatte, sagte ich im Gebet zum Herrn: „Ich bin zu schwach, alleine kann ich diese Krankheit nicht tragen.
Du hast mir diese Krankheit zugemutet und traust sie mir zu. Ich frage dich nicht, warum ICH? Aber ich bitte dich, mich zu segnen und die Gnaden zu schenken, die ich brauchen werde.“

Ja, da bekamen die Texte und Lieder, die man sonst so locker singt, plötzlich ein anderes Gewicht.
-> Herr, dein Wille geschehe….
-> nimm mein Leben, nimm es ganz…
-> alles was ich hab und alles was ich bin, alles, mein Gott leg ich vor dich hin ……. usw.

Viele haben in dieser Zeit begonnen, für mich zu beten. Sie gaben mir Zuspruch, per SMS erhielt ich Bibelsprüche, woraus ich viel Kraft und Mut schöpfte. Ein „Gebetslasso“ wurde um mich geworfen und die Krankensalbung wurde mir gespendet. Das war ein dickes Seil, woran ich mich festklammerte. Es kamen auch Zeiten, wo ich nicht beten konnte, aber ich wusste, das Gebet der Fürbitte reißt nicht ab.

Da diese Art von Krebs nur in Wien und Graz behandelt wird, ging ich nach Wien zur Operation. Der Weg bis zur Operation war mit vielen Problemen gepflastert. Ich hatte aber immer die Gewissheit, dass der Herr Jesus Christus mit der Gottesmutter, die Heiligen und Engeln, mir zur Seite stehen.
 

Zum Beispiel hatte ich eine Untersuchung, die trotz Schmerzmedikamenten kaum zum Aushalten war. Ich versuchte zu beten, was mir aber nicht gelang.
Tränenüberströmt schrie ich in meinem Herzen zu Jesus am Kreuz:
„Herr, schenk mir bitte einen Tropfen deines kostbaren Blutes, damit ich das durchstehe, ich halte es nicht mehr aus.“ Dann war mir, als ob der Herr sagen würde: „Aber Heidi, einen Tropfen Blut? Alles habe ich für dich gegeben!“

Da verspürte ich eine so große Liebe, und es kam mir vor, als ob die Schmerzen abfließen würden. Sogleich wurde alles erträglicher und ich konnte die Untersuchung bis zum Ende durchführen lassen.

Vor der Operation musste ich mich entscheiden, ob ich es zulasse, dass bei Notwendigkeit das linke Bein amputiert werden darf. Ich musste auch zusagen, dass sie den Muskel unter dem rechten Schulterblatt entnehmen dürfen, um damit das implantierte Titan decken zu können. Mit einem mulmigen Gefühl, aber im Vertrauen auf Gott und mit einem „Gott´s Nam“ unterschrieb ich.

Am Operationstag wurde eine Hl. Messe gefeiert, Kerzen brannten und eine Gebetsflut strömte zum Himmel. Die Ärzte und das Pflegepersonal wunderten sich, dass es mir nach dieser siebenstündigen Operation so gut ging, sodass sie mich nicht einmal auf die Intensivstation legen mussten.

Meine erste Frage nach dem Erwachen war: „Ist das Bein noch dran?“
Es wurde bejaht und ich konnte den Herrn nur loben, preisen und danken.
Die Ärzte haben es geschafft, den vom Krebs befallenen Knochen zu entfernen und stattdessen den Oberschenkenknochen mit Hüftkopf und das Knie mit Titan zu implantieren. Sie benötigtem dazu nicht einmal den Muskel unter dem Schulterblatt. Gott sei Dank, sonst könnte ich jetzt nicht so gut mit den Krücken gehen.

Gott hat auch die Fäden gezogen, dass ich fast täglich die Hl. Kommunion empfangen durfte. Zweimal wurde ich im Liegesessel zur Hl. Messe gefahren, und vor der Chemotherapie erhielt ich erneut die Krankensalbung.
 
Die anschließende Zeit war geprägt mit vielen Auf und Abs. Es war keine leichte Zeit, aber mit Gottes Segen, Kraft und Hilfe, ließ sich alles ertragen und meistern. Gott hat alles so wunderbar gemacht und alles zum Besten geführt.

Nach fast drei Monaten kam ich nach Hause und der Herr bewegte so viele Herzen, so wurde mir sehr geholfen. Von einer Nachbarin wurde ich gepflegt. Andere Nachbarn und auch meine Geschwister waren immer zur Stelle, wenn ich etwas brauchte.

Es geht mir so gut und ich bin sooo dankbar dafür!
Ich kann den Herrn nicht genug danken und preisen, dass er mir das Bein gelassen hat. Der Muskel im Rücken ist noch vorhanden, ich brauchte keine Bestrahlung und habe keine Metastasen.

Dass mir so viel Hilfe und Segen zuteil wurde, führe ich auf die vielen Gebete zurück. Ich bin jedem einzelnen der vielen, vielen Betern unendlich dankbar und kann nur Vergelt´s Gott sagen. Ich kann es nicht vergelten, aber ich bete dafür, dass Gott es ihnen vergilt, sie segnet und reich beschenkt.

Meinen weiteren Werdegang legte ich erneut in die Hände Jesu Christi und vertraue der Fürsprache unserer lieben Gottesmutter. So kann ich voll Zuversicht in die Zukunft schauen und weiter gehen.

Gott ist so groß und so gut! Ich kann ihn nur loben und preisen!

Heidi Schinwald
Von Heidi Schinwald
Gegeben bei der CE-Messe am So, den 27. Oktober 2019
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